Bremen: Spendensammlung

Bremen, 17.2.2014

Vorbereitungsgruppe Bremen zur 1.Internationalen Automobilkonferenz
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Spendensammlung für den Kampf der Opelaner in Bochum

An die Belegschaft bei Opel Bochum

An „Offensiv“ - Initiative für eine kämpferische gewerkschaftliche Betriebsratsarbeit

An den Solidaritätskreis für den Kampf der Opelaner


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir haben bei Mercedes in Bremen von ca. 60 Kolleginnen und Kollegen 95,96 € für euren Kampf gesammelt. Am Tag zuvor hatten wir in einem Flyer die Spendensammlung angekündigt „Zeigen wir Flagge: Auf uns könnt ihr euch verlassen! 1 Stundenlohn für die Opelaner“. Einige Kollegen hatten das Geld schon griffbereit und 5 spendeten zwischen 5.- und 10.-€. „Die machen es richtig – sie dürfen nicht klein beigeben“ oder „heute Opel Bochum - und wann wir?“ waren einige zustimmende Reaktionen. Das Bewußtsein ist gewachsen, dass GM nicht nur euch angreift, sondern dass damit der ganzen Arbeiterbewegung eine Niederlage beigebracht werden soll. Viele hatten den Flyer aber nicht gelesen und aus Gewohnheit, kaum Geld dabei. Manche kratzten die letzten Kröten zusammen und viele entschuldigten sich, dass sie das Portemonaie im Auto hatten. Da war der Hinweis auf die Kontonummer des Soli-Kreises auf dem Flyer wichtig. Drei Kollegen hatten schon am Vortag selbständig ihre Spende überwiesen.

Es gab auch ablehnende Reaktionen wie „was geht mich das an, mir hilft auch keiner?“. „Woher weißt du das denn? Wer kämpft, bekommt Solidarität. Wenn jeder nur auf sich schaut, können Bosse und Regierung mit uns machen, was sie wollen“ Der kurze Wortwechsel hat manchen Kollegen nachdenklich gemacht und ein murmelndes „du hast schon recht“ ausgelöst. Die offensive Spendensammlung hat dazu beigetragen, über den weiteren Weg zur Arbeiteroffensive zu diskutieren. „GM ist ein aggressiver Konzern, das könnte bei Mercedes so nicht laufen“ oder „Bei uns brummt die Hütte, wir sind auf der sicheren Seite“ - diese Illusionen in die Klassenzusammenarbeit und in eine Sonderrolle von Mercedes im verschärften Konkurrenzkampf auf dem Weltmarkt müssen überwunden werden. Im Moment verarbeiten wir unsere Herbstkämpfe gegen die Verschärfung der Ausbeutung und gegen die Auslagerung erster Produktionsbereiche aus dem Konzern. Dazu gehört z.b. die schädliche Orientierung auf die „Einigungsstelle“ durch die Betriebsratsspitze.

Auch da können wir viel von euch lernen! Die internationale Arbeitereinheit ist stärker als die Konzerne! Es geht um unsere Ehre und um unsere Zukunft!

Solidarische Grüße
i.A. Kai Steinhage