Erfahrungen

Liebe Freundinnen und Freunde des Solidaritätskreises,

Hier veröffentlichen wir Eure Erlebnisse und Diskussionen beim Spendensammeln für die Streikkasse und Eure Ideen und Aktionen.       Schreibt uns!      Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Bochum den 27. 2. 2014  - Eine Spendensammlerin berichtet:

Für den Streik der Opelaner: Spenden sammeln – Woche für Woche!

Das gelingt nicht immer, manchmal ist man krank oder im Urlaub – doch ohne Spendendose vors Tor  - eines Stahlbetriebes in Bochum – das geht gar nicht!

„Einen Stundenlohn für den Kampf der Opelaner! Ich sammle für die Streikkasse der Opelaner!“ Viele lächeln, wenn sie so angesprochen werden: „Oh ich habe gar kein Kleingeld dabei. - „Macht nichts, ich nehme auch großes!“

Einige sind schon darauf eingestellt – „Ja klar!“ Darunter sind auch LKW-Fahrer, die selbst zum Teil im Niedriglohn-Sektor arbeiten oder als Rentner noch dazu verdienen müssen.

Es gibt immer wieder Kollegen, die nicht wissen, dass die Gewerkschaft bei Entlassungen nicht zu einem Streik aufrufen darf – und dass es in Deutschland kein gesetzliches Streikrecht gibt – außer ein Gewohnheitsrecht in Tariffragen.

Es gibt natürlich auch Fragen, ob das Ganze „nicht schon gelaufen“ sei – doch so schnell geben wir nicht auf: schließlich produzieren „unsere“ Opelmänner immer noch Autos – die Produktion läuft.

Auf diese Weise kamen bis jetzt 270 Euro zusammen, die die Stahl-Kollegen spendeten.

Ich möchte alle Freunde - in und außerhalb der Betriebe - ermuntern, regelmäßig zu sammeln - die Kollegen gewöhnen sich daran. Der eine oder andere hat dann auch sein „Kleingeld“ parat und manchmal ist ein 5 Euro-Schein dabei!

So – und nicht anders kommen 37.402, 59 Euro zusammen.

Viel - vor einem Streik, aber zu wenig für einen Streik.


Bremen, 17.2.2014
Vorbereitungsgruppe Bremen zur 1.Internationalen Automobilkonferenz
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Spendensammlung für den Kampf der Opelaner in Bochum

An die Belegschaft bei Opel Bochum
An „Offensiv“ - Initiative für eine kämpferische gewerkschaftliche Betriebsratsarbeit
An den Solidaritätskreis für den Kampf der Opelaner

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
wir haben bei Mercedes in Bremen von ca. 60 Kolleginnen und Kollegen 95,96 € für euren Kampf gesammelt. Am Tag zuvor hatten wir in einem Flyer die Spendensammlung angekündigt „Zeigen wir Flagge: Auf uns könnt ihr euch verlassen! 1 Stundenlohn für die Opelaner“. Einige Kollegen hatten das Geld schon griffbereit und 5 spendeten zwischen 5.- und 10.-€. „Die machen es richtig – sie dürfen nicht klein beigeben“ oder „heute Opel Bochum - und wann wir?“ waren einige zustimmende Reaktionen. Das Bewußtsein ist gewachsen, dass GM nicht nur euch angreift, sondern dass damit der ganzen Arbeiterbewegung eine Niederlage beigebracht werden soll. Viele hatten den Flyer aber nicht gelesen und aus Gewohnheit, kaum Geld dabei. Manche kratzten die letzten Kröten zusammen und viele entschuldigten sich, dass sie das Portemonaie im Auto hatten. Da war der Hinweis auf die Kontonummer des Soli-Kreises auf dem Flyer wichtig. Drei Kollegen hatten schon am Vortag selbständig ihre Spende überwiesen.

Es gab auch ablehnende Reaktionen wie „was geht mich das an, mir hilft auch keiner?“. „Woher weißt du das denn? Wer kämpft, bekommt Solidarität. Wenn jeder nur auf sich schaut, können Bosse und Regierung mit uns machen, was sie wollen“ Der kurze Wortwechsel hat manchen Kollegen nachdenklich gemacht und ein murmelndes „du hast schon recht“ ausgelöst. Die offensive Spendensammlung hat dazu beigetragen, über den weiteren Weg zur Arbeiteroffensive zu diskutieren. „GM ist ein aggressiver Konzern, das könnte bei Mercedes so nicht laufen“ oder „Bei uns brummt die Hütte, wir sind auf der sicheren Seite“ - diese Illusionen in die Klassenzusammenarbeit und in eine Sonderrolle von Mercedes im verschärften Konkurrenzkampf auf dem Weltmarkt müssen überwunden werden. Im Moment verarbeiten wir unsere Herbstkämpfe gegen die Verschärfung der Ausbeutung und gegen die Auslagerung erster Produktionsbereiche aus dem Konzern. Dazu gehört z.b. die schädliche Orientierung auf die „Einigungsstelle“ durch die Betriebsratsspitze.

Auch da können wir viel von euch lernen! Die internationale Arbeitereinheit ist stärker als die Konzerne! Es geht um unsere Ehre und um unsere Zukunft!

Solidarische Grüße
i.A. Kai Steinhage


Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
ich möchte Euch aufmerksam machen auf einen Artikel über die Situation bei Opel in der neuesten Ausgabe unserer Zeitung "Witten im AUFbruch".

Der Beitrag steht auch auf der Homepage unseres Kommunalwahlbündnisses unter http://www.auf-witten.de/arbeitsmarktpolitik/positive-alternativen/494-wir-wollen-gewinnen
Die gesamte Zeitung kann als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Solidarische Grüße
Dirk


 hallo opelaner in bochum,
heute 4.06 hatten wir von der og mlpd einen einsatz bei bosch bamberg am
hauptwerk und lehrwerkstatt durchgeführt zur solidarität und spenden für
dei streikkasse der bochumer opelaner. anfangs hatten wir hatten zweifel
ob da was geht? teils sind die kollegen früh nicht so gesprächig.
erstaunlich, so gaben von 20 kolleginnen und kollegen und azubis 37,10
euro spenden und es wurden 250 flyer mit ins werk genommen.
es kamen oft fragen "warum macht das die gewerkschaft nicht"? das musste
erst geklärt werden, dann gab es auch spenden. herzlichen dank. obwohl wir
dies nicht angekündigt hatten. oft hörte man das sie kein geld dabei
hatten, ein kollege meinte:" für eine gute sache kann ich einen schein
spenden"! weiter so aber jeder cent zählt!

wir bleiben dran und organisierne die solidarität und spendenbereitschaft
weiter, am bosch betrieb, in der gewerkschaft und immer da wo wir aktiv
sind. wir machen das auch auf der montagkungebung ab juni bekannt.

euer kampf ist auch unser kampf! die solidartät ist stärker als die
standortspaltung die spaltung in national und international!

der spendenbetrag von 112,10 € wurde überwiesen
--
herzliche grüße
i. a: theresee gmelch, bamberg