Unsere Prinzipien

 

1.            Solidarität mit dem Kampf der Opelaner! Unsere Aufgabe ist es, die Belegschaft von Opel Bochum sowie die Kollegen der Zulieferbetriebe im Kampf um jeden Arbeitsplatz und gegen die Schließung ihres Werks aktiv zu unterstützen. Wir helfen, die Solidarität im Ruhrgebiet, bundesweit und international zu organisieren. Ihr Kampf ist unser Kampf, denn es geht um 45.000 Arbeitsplätze in der Region und die Zukunft unserer Jugend!

 

2.            Jede Hand wird gebraucht! Bei uns kann jeder mitmachen, der den Kampf der Opel-Kollegen unterstützen möchte. Wir arbeiten überparteilich und auf antifaschistischer Grundlage zusammen. Wir fördern den Zusammenschluss einer breiten Solidaritätsbewegung mit Einzelpersonen, Gewerkschaften, Organisationen, Parteien, Vereinen und Belegschaften. Faschisten haben bei uns nichts zu suchen.

 

3.            Einen Stundenlohn für den Streik der Opelaner! Der Aufbau der Streikkasse ist unsere wichtigste Aufgabe. Das rückschrittliche Streikrecht in Deutschland verbietet es der Gewerkschaft, einen Streik zum Kampf um jeden Arbeitsplatz zu führen und den Kollegen Streikgeld zu zahlen. Unsere Streikkasse gibt den Kollegen die Kraft, ihren Kampf finanziell durchzuhalten. Hierfür haben wir ein Konto gegründet, ein Kassenteam sowie einen Kassenprüfer gewählt. Wir berichten regelmäßig öffentlich über unsere Arbeit und den Stand der Spendensammlung.

 

4.            Wer kämpft, der bekommt Solidarität! Zusammen mit der Belegschaft organisieren wir im Streik die Auszahlung der Streikgelder und erarbeiten dafür klare Regeln. Es gilt das Prinzip: Wer sich aktiv am Streik beteiligt, der bekommt Unterstützung. In diesem Sinne verpflichten wir uns auch, den Streik logistisch und organisatorisch zu unterstützen.

 

5.            Wir arbeiten demokratisch und zuverlässig! Wir wählen ein Koordinierungsteam, das die Arbeit zwischen den Treffen koordiniert, die Treffen vorbereitet und den Solidaritätskreis in der Öffentlichkeit vertritt. Das Koordinierungsteam kann jederzeit erweitert werden und wächst mit den Aufgaben des Solidaritätskreises. Wir treffen uns regelmäßig und öffentlich.


 

Richtlinien für die Arbeit des Finanzteams

Der Solidaritätskreis erfasst und sammelt ausschließlich Spenden für den Streik der Opelaner. Für die Arbeit des Finanzteams gilt die grundlegende Festlegung, dass sie die eingehenden Geldspenden für die streikenden Opel-Kollegen nur treuhänderisch verwalten. Deshalb ist das Prinzip Sparsamkeit das oberste Gebot.

Das Finanzteam besteht aus mindestens drei gewählten Kassierer/innen und ist jederzeit erweiterbar mit den wachsenden Aufgaben. Sie organisieren eine enge Zusammenarbeit, helfen und kontrollieren sich gegenseitig. Sie werben aktiv um Geld und Sachspenden für den Streik in der Öffentlichkeit und beraten dafür die Finanzarbeit im und mit dem Solikreis.

Der Solidaritätskreis erhält jederzeit Einblick in die Arbeit des Finanzteams. Auf jedem Treffen wird der Kassenstand bekannt gegeben und regelmäßig in geeigneter Form auf der Homepage veröffentlicht. Auch bei den Sachspenden werden möglichst alle Spender und die Art der Spende erfasst, damit wir uns in geeigneter Form bedanken können.

Für die eingehenden Geldspenden wurde ein Spendenkonto eingerichtet, auf dem Spenden aus ganz Deutschland und aus dem Ausland eingehen. Zur Kontoführung wurden folgende Prinzipien festgelegt: Es gibt 3 Kontoführungsberechtigte gegenüber der Bank. Auszahlung/Abhebungen/Überweisungen und dergleichen dürfen nur zu zweit getätigt werden. Barspenden werden spätestens am nächsten Banktag auf das Konto eingezahlt. Das Konto ist kostenlos und dient nur als Spendenkonto für die Streikkasse der Opelaner.

Für die direkte Spendentätigkeit des Solidaritätskreises in Bochum und Umgebung werden vom Finanzteam geschlossene und nummerierte Spendendosen gegen Unterschrift ausgegeben. Die Rückgabe der Spendendosen wird quittiert.

In einem Kassenbuch werden die Barspenden und Kontoeinzahlungen erfasst und mit Quittungen belegt. Eingehende Spenden und Ausgaben werden am gleichen Tag eingetragen.

Kasse und Buchführung werden von mindestens zwei gewählten Kassenprüfern kontrolliert. Das muss in kurzen überschaubaren Zeitabständen geschehen. Über das Ergebnis wird ein Bericht erstellt, der jeweils dem Solidaritätskreis bekannt gegeben wird.

Für die Auszahlung von Streikgeldern werden von der gewählten Streikleitung Auszahlungsprinzipien festgelegt. Nur wer nachweislich am Streik teilgenommen hat, bekommt Geld. Die Auszahlung der Streikgelder erfolgt im Auftrag der Streikleitung.